Die veraltete Anlage, bestehend aus Härte- und Anlassofen, die fast 40 Jahre lang im Werk im Einsatz war, soll durch eine moderne Lösung mit höherer Effizienz und Energieeinsparung ersetzt werden. „Der alte Ofen musste bereits ersetzt werden – er war am Ende seiner Lebensdauer“, sagt Lukáš Andrášik, Techniker bei HKS Forge und einer der Teilnehmer der Dienstreise. „In China haben wir uns einen konkreten Vorschlag für die neue Technologie angesehen und geprüft, wie die Praxis direkt beim Hersteller aussieht.“
Erfolgreiche Treffen
Während der Reise traf sich das Team von HKS Forge mit dem Gerätehersteller StrongMetal sowie dessen Schweizer Geschäftspartner. Der Hersteller präsentierte den Entwurf einer kompletten Linie – vom Härteofen über das Härtebad, eine Waschmaschine für die Schmiedeteile bis hin zum Anlassofen. „Wir wollten nicht nur aufgrund von Papierangeboten von Lieferanten aus verschiedenen Ländern auswählen. Wir mussten die Kapazitäten des Herstellers in seinen verschiedenen Werken sehen, die technischen Lösungen und die Qualität seiner Arbeit direkt vor Ort beurteilen“, erklärt Lukáš Andrášik.
Der Besuch bestätigte, dass die Technologie den Anforderungen von HKS Forge entspricht und dass China in diesem Bereich ein starker Partner sein kann. Ein wichtiger Schritt war, dass StrongMetal den Besuch direkt bei seinen Kunden ermöglichte. Dadurch konnte das Team die Anlagen im realen Betrieb sehen – einschließlich deren Wartung und der Automatisierung der einzelnen Arbeitsschritte.
Messe zeigte Möglichkeiten für die Zukunft
Die Vertreter von HKS Forge verbanden die Dienstreise auch mit einem Besuch der Schmiedemesse in der Stadt Kanton. Die Messe brachte zahlreiche Inspirationen im Bereich Hüttentechnik, Schmieden und Stahlverarbeitung. Zudem eröffnete sie neue Kontakte zu Lieferanten von Pressen, Erwärmungstechnik, Schmiedeteilen und Werkzeugen.
„Uns haben zum Beispiel andere Typen mechanischer Pressen, aber auch Spindel- und Hydraulikpressen interessiert, die über ein durchdachtes Schmiersystem, einen effizienten Werkstücktransfer zwischen den Operationen und einen höheren Automatisierungsgrad verfügen“, berichtet Andrášik. Unsere Fachleute nahmen von der Messe nicht nur neue Erkenntnisse mit, sondern auch potenzielle Einsparmöglichkeiten – insbesondere im Bereich der elektrischen Steuerung der Erwärmung und des geringeren Energieverbrauchs.
Weniger Verluste, höhere Effizienz
Die geplante neue Wärmebehandlungslinie wird nicht nur die alte ersetzen. Ihre Konstruktion sorgt für deutlich geringere Wärmeverluste, eine neue, fortschrittliche elektronische Steuerung der Erwärmung und könnte dem Werk Schätzungen zufolge bis zu 20 % Energie gegenüber der alten Linie einsparen.
„Das ist für uns ein großer Schritt nach vorn – nicht nur technologisch, sondern auch ökologisch und ökonomisch“, fasst Andrášik zusammen. Die Dienstreise nach China eröffnete somit nicht nur den Weg zu einem neuen Ofen, sondern auch zu einer breiteren Zusammenarbeit und zur weiteren Entwicklung des Werks HKS Forge.
Darina Kvetanová